Quellgebiet
Blattenheid
1913 bis 1915 Fassen der Quellen 1 bis 4 (ohne Stollen bei
Quelle 4)
1922 Fassen der Quellen 5 bis 7 und Vortreiben eines Stollens in das
Bergsturzgebiet bei
Quelle 4
2003 Erstellung einen neuen Fassungsstollens parallel zum
bestehenden Stollen Quelle 4
2005 Fertigstellung des neuen Fassungsstollens und Bau
einer neuen Brunnstube beim Portal
des Stollens
Quellgebiet
Baach
1935 Die Gemeinde Oberstocken, der Gemeindeverband
Blattenheid und die WVG Höfen schliessen sich zu einer
Interessengemeinschaft in Form einer einfachen Gesellschaft
zusammen, mit dem Zweck Beschaffung von Trink – und Löschwasser
(Gesellschaftsvertrag vom 18. April 1935).
1935
Fassung der beiden Schneeweidquellen und der Plattenquelle und
Ableitung zum Reservoir Oberstocken
1946 Fassung und Ableitung der Speicherwegquelle
1959 Mit Vertragsdatum vom 30. Dezember 1959
wurden die
Bezugsberechtigung der einzelnen Partner vertraglich wie folgt
geregelt: Je ein Fünftel die Gemeinde Oberstocken und die WVG
Höfen und drei Fünftel Gemeindeverband Blattenheid.
2007 Behebung der Unwetterschäden vom August 2005 und
Sanierung der Fassung 051.01
Sanierung der Fassung 051.01
Reservoire
1914 Blumenstein Inhalt 200 m3, 100 m3
Brauch - und 100 m3 Löschwasser
1914 Thierachern Inhalt
500 m3, 250 m3 Brauch- und 250 m3
Löschwasser
1914 Herbligen, Inhalt 300 m3, je 150 m3
Brauch – und Löschwasser
1914 Uebeschi, Inhalt 200 m3, je 100 m3
Brauch und Löschwasser
1922 Seftigen, Inhalt 500 m3, Je 250 m3
Brauch – und Löschwasser
1935 Oberstocken, Inhalt 300 m3, je 150 m3
Brauch – und Löschwasser
1948 Langenegg, Inhalt 150 m3, nur Brauchwasser
(Ausgleichsreservoir KW)
1955 Herbligen 1. Erwiterung auf 700 m3, 400 m3
Brauch – und 300 m3 Löschwasser
1965/66 Thierachern Erweiterung um 1'200 m3,
auf 1'700 m3, 1'200 m3 Brauch und 500 m3 Löschwasser.
1980 Herbligen 2. Erweiterung auf 1'100 m3, 700 m3 Brauch –
und 400 m3 Löschwasser.
1986 Blumenstein Inbetriebnahme des neuen Reservoirs und
der Betriebswarte (das alte Reservoir mit den runden Kammern wurde
abgebrochen).
1987 Uebeschi Erweiterung um 300 m3, 350 m3
Brauch – und 150 m3 Lösch – Wasser.
1988/89 Oberstocken Erweiterung um 300 m3 auf
600 m3, 350 m3 Brauch – und 250 m3
Löschwasser.
2002 am 14. Dezember wird im Reservoir Blumenstein die
Druckerhöhungs-Anlage (zur Versorgung des Gebietes Kirche,
Unterberg sowie Betriebswarte und Kraftwerk) in Betrieb genommen.
Kraftwerk
1917
Das
Kraftwerk war schon in der ersten Ausbauetappe vorgesehen,
musste aber wegen
Geldmangel zurückgestellt werden. Am 15. September 1917
fasste die Generalversammlung den Beschluss, das Kraftwerk zu
erstellen. Aus Kostengründen musste man sich jedoch auf eine
Maschinengruppe beschränken und auf das Ausgleichsreservoir
auf dem Langeneggrat verzichten.
1918 Am
15. August 1918 ging das neue Kraftwerk mit einer
Peltonturbine von 370 PS und einem Synchrongenerator von 330
kVA bei 4000 Volt in Betrieb. Mit
der Gemeinde Blumenstein wurde ein Vertrag über den Bezug von
elektrischer Energie aus
dem Kraftwerk Blumenstein abgeschlossen. Die Gemeinde
Blumenstein war das einzige Genossenschaftsmitglied,
welches zur
Abnahme von elektrischer
Energie aus dem Kraftwerk Blumenstein bereit war.
1930 konnte nach langem Hin und Her die zweite
Maschinengruppe in Betrieb
genommen werden (Turbinenleistung 160 PS mit 140 kVA –
Generator). Weil die Freispiegelleitung zwischen dem
Quellgebiet und dem Schieberschacht
vor der Druckleitung nur für ca. 4000 l/min
ausgelegt war, konnten die beiden
Maschinengruppen nicht parallel betrieben werden.
1948
konnte das Ausgleichsreservoir mit einem Inhalt von 150 m3
erstellt werden.
1955/56
Durch die zunehmende Mechanisierung in der Landwirtschaft und Elektrifizierung im Privatbereich übersteigt die
Belastung im Netz Blumenstein die Leistungsfähigkeit des Kraftwerkes, sodass die
fehlende Energie anderweitig beschafft
werden musste. Aus diesem Grunde erfolgte in diesem Winter der Zusammenschluss mit dem 16'000 Volt – Netz der BKW.
Dazu war beim Kraftwerk ein
Anbau zur Aufnahme des Kuppeltrafos 4'000//16'000 Volt, 300
kVA erforderlich.
1970 musste der 300 kVA – Kuppeltrafo durch einen stärkere
Einheit mit 600 kVA
ersetzt werden.
1966 Das Kraftwerk wird an das öffentliche Telefonnetz
angeschlossen. Weil die eigene Alarmeinrichtung nur unzuverlässig
funktionierte wurde nach einer neuen Lösung gesucht.
1969
im Oktober konnte die neue, wesentlich leistungsfähigere und
zuverlässigere Telealarmanlage in Betrieb
genommen werden. Diese nutzte das öffentliche Telefonnetz zur
Alarmierung.
1973
musste ein zweites Trafofeld erstellt werden, damit die beiden
Kuppeltrafo's parallel
betrieben werden konnten. Gleichzeitig wurden die
Freiluft-Trafozellen zur Innenraumanlage
umfunktioniert.
1981 / 1982 erreicht die Belastung im Netz Blumenstein
erstmals die 1'000 kW
– Grenze.
1983
Umbau des Hochspannungs-Netzes Blumenstein von 4'000 auf
16'000 Volt
Erneuerungen
und Umbauten im Kraftwerk Blumenstein ab 1989
1989 Beginn der Bauarbeiten am neuen 400 m langen
Druckleitungs-Stollen
1990 Die kleinere Maschinengruppe wird definitiv
ausser Betrieb genommen.
Die Gruppe stand während total 58'560 Std. in Betrieb und
erzeugte während
dieser Zeit 6'400'000 kWh elektrische Energie.
1990 Beginn der Erneuerungs- und Umbauarbeiten am
Kraftwerk
1990 Beginn der Bauarbeiten am neuen
Ausgleichsreservoir bei der bestehenden
Sammelbrunnstube auf der Alp Blattenheid.
1990 Neue Druckleitung über provisorischen
Anschluss bei der Sammelbrunnstube
in Betrieb genommen. Am
gleichen Tag wird die grössere
Maschinengruppe wird definitiv abgeschaltet.
Die Gruppe produzierte total 125'000'000 kWh
elektrische Energie während 581'350
Betriebsstunden. Die beiden Maschinengruppen verarbeiteten
zusammen total ca.
131'310'000 m3 Trinkwasser.
1990 (3./4. November) Füllen des neuen Ausgleichsreservoirs
mit 700 m3 Inhalt und der Druckleitung ab dem neuen
Reservoir.
1990 ( 27. November) Neue Kraftwerk-Anlage
erstmals an das Netz geschaltet und Beginn des 14 tägigen
Probelaufs.
1990 (20. Dezember) Abnahme der KW-Steuerung und Ende des
erfolgreichen Probelaufs.
1989/90
Zeitungsberichte
1996 Beim Generator Luftkühler (Bartholdi) montiert und in
Betrieb genommen.
1997 18. September Expansions – Rohr in Druckleitung im
Stollen eingebaut vom
Ing. Büro "Colenco" in Baden berechnet und durch
Fa. Löwi Wimmis montiert. Am
gleichen Tag nach der Wiederinbetriebnahme der Druckleitung Þ
- Rohrbruch unterhalb des Expansionsrohres (Rohrbogen
beim Stollenausgang
krepiert, Produktionsausfall bis 30. Oktober 1997).
1998 Die analoge Signalübertragung zwischen Kraftwerk und
Ausgleichsbecken durch eine Rittmeyer Fernwirkanlage ersetzt.
1998 Zugkraftmess-Anlage "PIAB, Schweden" auf
der Druckleitung im Stollen installiert.
2007 Die Steuerung des Kraftwerks wurde erneuert.
Pumpwerke
Frühjahr 1953 in Betriebnahme des Pumpwerkes "Selve"
in Uetendorf. Gemeinschaftswerk
mit den Metallwerken Selve in Uetendorf mit der
Möglichkeit sich gegenseitig bei Bedarf und im Störungsfall
Wasser abzugeben. Für Blattenheid wurde 1 Unterwasser –
Pleugerpumpe mit einer Förderkapazität
von 1'000 Liter /Min. bei 12 bar installiert. Die Pumpe diente
hauptsächlich zur Speisung des Reservoirs Thierachern,
konnte aber auch Wasser
direkt zum Reservoir Seftigen und Herbligen fördern.
1960 wurde das heute noch in Betrieb stehende Pumpwerk
Kiesen als Gemeinschaftswerk mit der Mosterei Kiesen, mit 2
Unterwasserpumpen von je 600 Litern/Min. Förderleistung, in
Betrieb genommen. Je 1 Pumpe war Eigentum von Blattenheid und
der Mosterei Kiesen.
1979 Das neue Grundwasserpumpwerk auf der
Uetendorf-Allmend wird mit 2
Unterwasserpumpen von je 1'200 Liter/Min. Förderleistung in
Betrieb genommen.
Der Wasserlieferungsvertrag mit der Selve wird aufgelöst
und das Pumpwerk "Selve"
wird aufgegeben.
1997 Installation der 3. Pumpe im PW Uetendorf.
2007/2008 Erstellung des Grundwasserpumpwerks Oberstocken mit 2
Pumpen zu 1200 l/min (Betrieb der Pumpen nur einzeln möglich)

Grössere
Erweiterungen am Leitungsnetz
1937 Im Juli konnte die 2876 m lange
Entlastungsleitung (Transportleitung)
Hurschgasse
Thierachern – Aegerten Uetendorf (Aegertenschacht) in
Betrieb genommen
werden.
1941 Zusammenschluss der
Netze Blattenheid und Thun beim Zollhaus
1946 Erstellung der Verbindungsleitung Hambühl –
Uebeschi
1946
Verbindungsleitung Uebeschi – Thierachern
1953-1955 Erstellung von Wassermess-Schächten auf den
Gemeindegrenzen, sodass
ab dem 1. Januar -1956 den Gemeinden der Wasserbezug auf Grund
der Wassermesser
(total 28 Wasseruhren) verrechnet werden konnte.
1959/60 Anschluss Niederstocken an das Reservoir
Oberstocken
1964 Zur Verbesserung der Druckverhältnisse im Gebiet
Geist Gurzelen wurde in Forst eine
Pumpe und im Geist ein Druckbehälter installiert.
Im gleichen Jahr wurde die Ringleitung Höfen – Amsoldingen
erstellt.
1968 Einbau eines Schieber- und Messschachtes
auf dem Oppligenbergli
(Gemeindegrenze Oppligen / Brenzikofen)
1970 Sehr trockenes Wetter, Quellerguss nur noch 1'350 l/min, Pumpversuch im
Pohlernmoos ergibt ca. 300 l/min, Wasserqualität jedoch nicht
befriedigend.
1971 Sondierbohrungen, für zusätzliches Trinkwasser, auf
der Pohlern-Allmend und
bei der Gürbe in Blumenstein waren erfolglos.
1972 Unterquerung der neuen Autobahn N6 bei Kiesen.
Im gleichen Jahr Bau der Transportleitung vom Pumpwerk
Uetendorf-Allmend zum Mess- und
Schieberschacht Zollhaus.
1974 Bau der Transportleitung vom Zollhaus bis
Wenigschmitte (Hubel). Im
gleichen Jahr neue Transportleitung Dorf Blumenstein bis
Lochmannsbühl (im
Zuge des Strassenbaus) erstellt.
1979 Verbindungsleitung Uetendorf – Uttigen via Munitions
– Depot
1980 Verbindungsleitung Reckenbühl (Blumenstein) – Längenbühl
– Forst, dadurch
konnte die Pumpe und der Druckbehälter in Forst (Geist)
stillgelegt werden.
1980
Neue Transportleitung Stücki – Dorf Blumenstein (mit dem
Ausbau der Kirchstrasse).
1980
Neue Leitung Reservoir Herbligen – AVM Brenzikofen und ins
Gebiet Bälliz
1982 Teure Sondierbohrungen oberhalb der Sammelbrunnstube
Blattenheid erfolglos!
1985 Montage einer Einlaufklappe im Aegertenschacht und
einer Regulierklappe im
Reservoir Herbligen, sowie eines Druckreglers im Schacht
Hurschgasse.
1986 Bau der neuen Transportleitung vom neuen Reservoir
Blumenstein bis ins Stücki
Blumenstein. Ausbau der Verbindungsleitung Blumenstein – Pohlern von NW
80 auf NW 125.
1988/89 Verbindungsleitung Reservoir Thierachern – Sandacher
1999 Ersetzen der Transportleitung zwischen dem Reservoir
Thierachern und dem
Mess- und Schieberschacht "Hubel" (B 7/8).
2000 / 2003 Im Zusammenhang mit dem neuen Messkonzept
(Fernmessung) 39
Mess-/Schieberschächte sanieren und zum Teil durch Neue
ersetzen.
2004 / 2005 Sanieren und Neufassen der Quelle 4 auf der
Blattenheidalp mit neuem
begehbaren Stollen und neuem Vereinigungsbauwerk für die
verschiedenen
Wasserzuläufe.
2007 Erneuerung der Hauptleitung DN250 vom Autobahnzubringer
nach Uttigen
2010 Erneuerung der Wasserleitung im Bereich Oberstocken
Wolfbuche und neue Abgangsleitung vom Res. Oberstocken zur
Kreuzgasse Oberstocken
Wasserdesinfektions-Anlagen
(Entkeimung)
1973 Chlorgasanlage im Kraftwerk zur Entkeimung des
Blattenheidwassers installiert.
1981 Chlorgasanlage im Reservoir Oberstocken zur
Entkeimung des Wassers aus den Baachalp-Quellen.
1986 Neue automatische Chlorgasanlage im neuen Reservoir
Blumenstein in Betrieb genommen. Die alte Anlage defand sich im Kraftwerk.
1998 Entkeimungsanlage im Kraftwerk installiert für die
Wasserbezüger ab Druckleitung (UV-Anlage WEDECO Type A5)
1999 Inbetriebnahme von zwei neuen UV – Anlagen, Wedeco
Type B300 im
Reservoir Blumenstein, als Ersatz der Chlorgasanlage
welche die neuen Sicherheitsvorschriften nicht mehr erfüllte.
2000 Inbetriebsetzung der UV – Anlage Wedeco Type B80 im
Reservoir Oberstocken
(bis Verwurf möglich ist zusätzlich zur bestehenden
Chlorgasanlage).
2002 Demontage der Wedeco UV – Anlage A5 im Kraftwerk
Blumenstein. Die Wasserbezüger ab der Druckleitung im
Kraftwerk werden neu über eine
Druckerhöhungs-Anlage ab dem Reservoir Blumenstein mit
Trinkwasser versorgt.
Betriebswarte
und Datenübertragungswege
(Zentrale
Überwachungs- Signalisierungs- Regelungs- und
Fernsteuerungsanlage).
1986 Inbetriebnahme der neuen Betriebswarte mit der
Rittmeyer Fernsteuerungs-
und Signalanlage, System "Ridat" mit
Blindschaltbild, Steuerpult
und Alarmplatine. Die Daten- Signal- und Befehlsübertragungen
zwischen den Reservoiren, Pumpwerken, Aegertenschacht
und der Betriebswarte erfolgen über:
3 PTT- Mietleitungen je 1 zum Reservoire Oberstocken,
Uebeschi und Thierachern.
4
PTT- Amtsleitungen je 1 zum Reservoir Herbligen und Seftigen
sowie zum Aegertenschacht
und Pumpwerk Kiesen (Telefonanwahl-System, TAW).
Eigene
Signalkabelleitung zwischen dem Pumwerk Utendorf und dem
Reservoir Thierachern.
1998 / 99 Wurden
die 3 PTT-Mietleitungen durch eigene, ca. 7'160 m neu
verlegte Signalkabelleitungen ersetzt (ca. 2'440 m
5x4x0.8 und ca. 4'720 m 3x4x0.8).
2000 bis 2004 Umsetzung des "Mess- und Steuerungskonzept
2000". Erstellen der noch erforderlichen
Signalkabelverbindungen zu den Messschächten,
Pumpwerken und Reservoiren (total ca 31'000 m). Ersetzen der aus dem Jahr 1986 stammenden
Fernsteuerungs- und Signalanlage
"Ridat" durch eine neue Prozessorgesteuerte
Fernwirkanlage "RITOP"
der Fa. Rittmeyer. Kostenumfang Fr. 4'800'000.--
Personelles
(von
1988 bis heute)