03.11.05
Bericht
über
den Bau des Stollens und der Brunnenstube Blattenheid
(Auszug aus Frutiger intern Nr. 72 / Nov 2005).
02.11.05 Besichtigung
der Baustelle durch das WEA: Wir
konnten die Abteilung des Wasser- und
Energiewirtschaftsamt des Kt. Bern auf der Baustelle
zu einer Besichtigung des Bauwerkes begrüssen. Nach
einem Apero wurde das Bauwerk inspiziert und die
gemachten Erfahrungen ausgetauscht.
18.10.2005 Das
Wetter begünstigte bisher einen zügigen Bauablauf,
die Arbeiten im Stollen verlaufen nach Plan. Die Brunnstube ist fast vollständig mit PE
ausgekleidet (Bild rechts). Das Wasser der Quellen 1-3
wird nun direkt in den hinteren Teil des Stollens
eingeleitet (3. Bild v.l.).

11.10.2005 Bild oben links: Oberhalb des Stollens wird eine Verbindung
gebohrt, um das Wasser der Quellen 1-3 in den Fassungsstollen
zu leiten.

20.9.2005 Das
Mauerwerk ist bis auf den Eingangsbereich vollendet. Nun geht
es mit Hochdruck um die Installation der Rohre und der
technischen Ausrüstung. Da ein Wintereinbruch die
Bautätigkeit auf der 1400m hohen Baustelle stoppen kann, ist
der Abschluss aller Arbeiten auf Ende Oktober geplant.
01.09.2005
Der Vorstand besichtigte die Baustelle
der Brunnstube Blattenheid. Anschliessend gab's noch
auf der Alp Langenegg ein feines "z'nacht".
30.8.2005 Von der
Brunnstube ist bereits ein Grossteil des Rohbaus beendet. Die
Starken Regenfälle im August haben die Bauarbeiten am Stollen
nur geringfügig beeinflusst: An zwei Tagen konnte nicht
gearbeitet werden. Trotzdem ist man gut im Bauprogramm.

26.7.2005 Der
Innenausbau des Stollens wurde abgeschlossen! Die
Quellzuläufe wurden an verschiedenen Stellen im Stollen durch
Mauern eingestaut und in vier Leitungen der
Brunnenstube zugeführt.
28.6.2005 Der
Aushub für die Brunnstube wurde beendet; an der
Nagelwand wird die unterste Reihe abgeschlossen sowie
der Kran für den Bau der Brunnstube erstellt. Im
Stollen wurde bis zur Kaverne gunitiert.

16.6.2005 Der
Seitenast zum alten Stollen ist nun gesichert und
gunitiert. Provisorische PE Rohrverbindung zwischen
den bestehenden Rohren wurden erstellt, um dieses
Wasser wieter ins Netz zu speisen. Vor dem Stollen
wurde bereits mit der Vorbereitung des Aushubs zur
Brunnstube begonnen und der Hang gesichert und
gunitiert.
8.6.2005
Der Seitenast zum alten
Stollen bei Tunnelmeter 30 ist geschafft, die alten
Wasserleitungen sind sichtbar. Einsturzgefahr am alten
Stollen, Sicherung durch gunitieren!

24.5.2005
Der
Baubeginn
Als erstes wird eine ca. 6m
lange Seitenverbindung zum alten Stollen gebaut.
Während der Bauarbeiten kann
das Wasser des neuen Stollens nicht für die Trinkwasser
- Versorgung verwendet werden, Das Quellwasser des
alten Stollens kann aber weiterhin genutzt werden. Durch
den neuen Stollen konnten neue Wasservorkommen erschlossen
werden, ebenfalls konnte ein deutlicher Rückgang der Trübung
beobachtet werden. Dies ist sicherlich auch auf den Sperrenbau
im Tubengraben zurückzuführen. Am Ausgang des Stollens wird eine neue Brunnstube
gebaut, wo
die einzelnen Quellen qualitativ und quantitativ gemessen
werden und bei Trübung verworfen werden können.
Bisheriger
Zustand
Die
Wasserversorgung Blattenheid besitzt im Gebiet
Blattenheid acht Quellfassungen. Seit dem Herbst 1999 machten
sich vermehrt qualitative Probleme bemerkbar. Neben einer
defekten Ableitung und der zeitweise unsachgemässen
Bewirtschaftung konnte als Grund die teilweise zerstörte
Filterschicht ermittelt werden. Zu dieser Zerstörung hat der
Tubebach oberhalb der Betonsperren beigetragen. Die
Sohlenerosion bis auf den Fels hat zu Hanginstabilitäten
geführt.
Mit
einer Anhebung der Gerinnsohle könnte die Hanginstabilität
wieder hergestellt und zudem eine Filterschicht aufgebaut
werden.
Die heutige Quellfassung 4 (Hauptquelle) besteht aus einem ca.
100 m langen Stollen (0.8 x 2.0 m). Der Stollen wurde in den
Jahren 1913 - 1914 erbaut. Das gefasste Quellwasser wird
mittels im Stollen verlegten Ableitungsrohren abgeführt. Die
Tonrohre sind teilweise defekt und müssen ersetzt werden. Die
ganze Quellfassung entspricht nicht mehr den heutigen
Hygieneanforderungen. Die heute bestehenden Anlagen sind alle
unterirdisch angeordnet.
Der alte Stollen mit Steingutrohren
ist einsturtzgefährdet.
Sanierungskonzept
Aus
bautechnischen Gründen wurde beschlossen, den alten
Stollen nicht mehr zu benutzen. Zudem ergaben Berechnungen,
dass ein Stollenneubau kaum kostenintensiver ist als die
Sanierung des bestehenden Stollens.
Das
Sanierungskonzept sieht vor, einen Parallelstollen zu bauen.
Am Ende des Stollens ist eine Fassungskaverne geplant.
Damit
der Stollen zugänglich bleibt, ist am linken Bachufer eine
Zugangstüre vorgesehen Diese Zugangstüre wird der
einzig sichtbare Anlageteil bleiben. Alle anderen
Fassungsbauwerke werden unterirdisch erstellt. (Die Startgrube
wird nach Bauende aufgefüllt und rekultiviert).
Baupiste
und Installationsplatz
Zur
Alp Blattenheid führt eine gut ausgebaute Strasse, die mit
Lastwagen befahren werden kann. Für die vorgesehenen Arbeiten
sind hier keine Massnahmen nötig.
Bilder von der Stollen Baustelle (27.6.03):

Bild 1: Der Stolleneingang mit Belüftungsrohr
Bild 2:Projektbesprechung zwischen Hr. M. Krayenbuehl
(Polier Frutiger AG) und Hr. D. Boerlin
(Betriebsleiter WGB)
Bild 3: Arbeiter im Stollen
Bild 4: Der Pfeil markiert das Ende des Stollens
Die Bauleitung
erfolgt durch Geologe Dr. Jürg Wanner vom Büro Kellerhals +
Haefeli AG in Bern

Als
Totalunternehmer wurde die Frutiger AG beauftragt.