Geschichte

Rechtsform
Vom 01.02.1913 bis 31.12.1924 Genossenschaft
Ab dem 01.01.1925 bis heute Gemeindeverband

Zweck
Gewinnung, Aufbereitung, Lagerung, Verteilung und Abgabe von Trink- und Brauchwasser an die Verbandsgemeinden.

Zertifizierung
Das Kraftwerk Blumenstein wurde am 12. April 2011 mit dem Label für Ökostrom Naturmade Star zertifiziert.

Gründung
18. Februar 1913 gründeten die 8 Gemeinden Blumenstein, Brenzikofen, Herbligen, Kiesen, Oppligen, Thierachern, Uetendorf und Uttigen die damalige Wasserversorgungs – Genossenschaft Blattenheid. Erster Genossenschaftspräsident war Notar J. Bösch aus Thierachern.
1913 traten die Gemeinden Pohlern, Amsoldingen und Jaberg der Genossenschaft bei.

Beitritt weiterer Gemeinden
1922 Gemeinde Seftigen
1923 Gemeinde Uebeschi
1951 Gemeinde Gurzelen
1963 Gemeinde Forst
1973 Gemeinde Kienersrüti
1979 Gemeinde Längenbühl
2003 Gemeinden Oberstocken, Niederstocken und Höfen
2014 Gemeinden Wattenwil

Erstellung der ersten Infrastrukturanlagen
Das am 11. August 1913 begonnene Werk konnte auf Ende des Jahres 1915 abgeschlossen werden. Einzelne Gemeinden konnten jedoch schon Ende 1913 mit Wasser beliefert werden.
1913 Reservoire Blumenstein, Uebeschi, Thierachern und Herbligen
1913 Transportleitungen vom Quellgebiet Blattenheid bis zum Reservoir Herbligen (18.7 km)
1913 Sammelbrunnstube auf der Alp Blattenheid und Druckleitung zum Kraftwerk

Pläne von 1913 – 1915

Tagebuchaufzeichnungen von August Rusterholz (1888-1968) 
vom Bau der Infrastruktur 1913-1917
(bearbeitet und zusammengestellt von Armin Rusterholz, 8905 Arni)

Quellgebiet Blattenheid
1913 bis 1915 Fassen der Quellen 1 bis 4 (ohne Stollen bei Quelle 4)
1922 Fassen der Quellen 5 bis 7 und Vortreiben eines Stollens in das Bergsturzgebiet bei Quelle 4
2003 Erstellung einen neuen Fassungsstollens parallel zum bestehenden Stollen Quelle 4
2005 Fertigstellung des neuen Fassungsstollens und Bau einer neuen Brunnstube beim Portal des Stollens
2012 Erneuerung der Quellfassung Quelle 6 und Neufassung Quellen 10, 11 + 12
2012 Erneuerung Ausgleichsbecken (PE Auskleidung) und Inbetriebnahme Pelton – Turbine KW Blattenheid


Stehle auf dem Homadspitz anlässlich dem 100 Jahr – Jubiläum 2013

Quellgebiet Baach 
1935 Die Gemeinde Oberstocken, der Gemeindeverband Blattenheid und die WVG Höfen schliessen sich zu einer Interessengemeinschaft in Form einer einfachen Gesellschaft zusammen, mit dem Zweck Beschaffung von Trink – und Löschwasser (Gesellschaftsvertrag vom 18. April 1935).
1935 Fassung der beiden Schneeweidquellen und der Plattenquelle und Ableitung zum Reservoir Oberstocken
1946 Fassung und Ableitung der Speicherwegquelle
1959 Mit Vertragsdatum vom 30. Dezember 1959 wurden die Bezugsberechtigung der einzelnen Partner vertraglich wie folgt geregelt: Je ein Fünftel die Gemeinde Oberstocken und die WVG Höfen und drei Fünftel Gemeindeverband Blattenheid.
2007 Behebung der Unwetterschäden vom August 2005 und Sanierung der Fassung 051.01
2012 Erneuerung der Quellfassungen Spycherweg, Schneeweid
2012 Inbetriebnahme Pelton – Turbine KW Schneewied

Sanierung der Fassung 051.01 Spycherweg im 2012

Reservoire
1914 Blumenstein Inhalt 200 m3, 100 m3 Brauch – und 100 m3 Löschwasser
1914 Thierachern  Inhalt 500 m3, 250 m3 Brauch- und 250 m3 Löschwasser
1914 Herbligen, Inhalt 300 m3, je 150 m3 Brauch – und Löschwasser
1914 Uebeschi, Inhalt 200 m3, je 100 m3 Brauch und Löschwasser
1922 Seftigen, Inhalt 500 m3, Je 250 m3 Brauch – und Löschwasser, Erweiterung 1991 auf Total 950m3 (BR 550m3/LR400m3)
1935 Oberstocken, Inhalt 300 m3, je 150 m3 Brauch – und Löschwasser
1948 Langenegg, Inhalt 150 m3, nur Brauchwasser (Ausgleichsreservoir KW)
1955 Herbligen 1. Erwiterung auf 700 m3, 400 m3 Brauch – und 300 m3 Löschwasser
1965/66 Thierachern Erweiterung um 1’200 m3, auf 1’700 m3, 1’200 m3 Brauch und 500 m3 Löschwasser.
1980 Herbligen 2. Erweiterung  auf 1’100 m3, 700 m3 Brauch – und 400 m3 Löschwasser.
1986 Blumenstein Inbetriebnahme des neuen Reservoirs und der Betriebswarte (das alte Reservoir mit den runden Kammern wurde abgebrochen).
1987 Uebeschi Erweiterung um 300 m3, 350 m3 Brauch – und 150 m3 Lösch – Wasser.
1988/89 Oberstocken Erweiterung um 300 m3 auf 600 m3, 350 m3 Brauch – und 250 m3 Löschwasser.
2002 am 14. Dezember wird im Reservoir Blumenstein die Druckerhöhungs-Anlage (zur Versorgung des Gebietes Kirche, Unterberg sowie Betriebswarte und Kraftwerk) in Betrieb genommen

2012 Abriss der runden Kammern im Res. Oberstocken und Neubau einer Kammer, PE Auskleidung bestehende Kammer von 1989 und Inbetriebnahme Pelton – Turbine KW Oberstocken
 

Kraftwerke
1917 Das Kraftwerk war schon in der ersten Ausbauetappe vorgesehen, musste aber wegen Geldmangel zurückgestellt werden. Am 15. September 1917 fasste die Generalversammlung den Beschluss, das Kraftwerk zu erstellen. Aus Kostengründen musste man sich jedoch auf eine Maschinengruppe beschränken und auf das Ausgleichsreservoir auf dem Langeneggrat verzichten.  
1918 Am 15. August 1918 ging das neue Kraftwerk mit einer Peltonturbine von 370 PS und einem Synchrongenerator von 330 kVA bei 4000 Volt in Betrieb. Mit der Gemeinde Blumenstein wurde ein Vertrag über den Bezug von elektrischer Energie aus dem Kraftwerk Blumenstein abgeschlossen. Die Gemeinde Blumenstein war das einzige Genossenschaftsmitglied, welches  zur Abnahme von elektrischer Energie aus dem Kraftwerk Blumenstein bereit war.  
1930 konnte nach langem Hin und Her die zweite Maschinengruppe in Betrieb genommen werden (Turbinenleistung 160 PS mit 140 kVA – Generator). Weil die Freispiegelleitung zwischen dem Quellgebiet und dem Schieberschacht vor der Druckleitung nur für ca. 4000 l/min ausgelegt war, konnten die beiden Maschinengruppen nicht parallel betrieben werden.
1948 konnte das Ausgleichsreservoir mit einem Inhalt von 150 m3 erstellt werden.
1955/56 Durch die zunehmende Mechanisierung in der Landwirtschaft und Elektrifizierung im Privatbereich übersteigt die Belastung im Netz Blumenstein die Leistungsfähigkeit des Kraftwerkes, sodass die fehlende Energie anderweitig beschafft werden musste. Aus diesem Grunde erfolgte in diesem Winter der Zusammenschluss mit dem 16’000 Volt – Netz der BKW. Dazu war beim Kraftwerk ein Anbau zur Aufnahme des Kuppeltrafos 4’000//16’000 Volt, 300 kVA erforderlich.
1970 musste der 300 kVA – Kuppeltrafo durch einen stärkere Einheit mit 600 kVA ersetzt werden.
1966 Das Kraftwerk wird an das öffentliche Telefonnetz angeschlossen. Weil die eigene Alarmeinrichtung nur unzuverlässig funktionierte wurde nach einer neuen Lösung gesucht.
1969 im Oktober konnte die neue, wesentlich leistungsfähigere und zuverlässigere Telealarmanlage in Betrieb genommen werden. Diese nutzte das öffentliche Telefonnetz zur Alarmierung.
1973 musste ein zweites Trafofeld erstellt werden, damit die beiden Kuppeltrafo’s parallel betrieben werden konnten. Gleichzeitig wurden die Freiluft-Trafozellen zur Innenraumanlage umfunktioniert.
1981 / 1982 erreicht die Belastung im Netz Blumenstein erstmals die 1’000 kW – Grenze.
1983 Umbau des Hochspannungs-Netzes Blumenstein von 4’000 auf 16’000 Volt
2012/13 Inbetriebnahme von vier neuen Peltonturbinen: KW Blattenheid (137 kW), KW Oberstocken (96 kW), KW Schneeweid (23kW) und KW Thierachern (37kW) im Rahmen der Kostendeckenden Einspeisevergütung.
2015 Installation einer PV Anlage auf dem Dach der Betriebswarte in Blumenstein (12 kWp)
2016 KW Blumenstein Austausch der Pelton-Laufrades (KWO) und Neuwicklung Generator (Gyger AG), Das Laufrad von 1990 hatte die Lebensdauer erreicht, registrierungspflichtige Anzeigen (Risse) Wurden vermehrt festgestellt.

Erneuerungen und Umbauten im Kraftwerk Blumenstein ab 1989
1989 Beginn der Bauarbeiten am neuen 400 m langen Druckleitungs-Stollen
1990 Die kleinere Maschinengruppe wird definitiv ausser Betrieb genommen. Die Gruppe stand während total 58’560 Std. in Betrieb und erzeugte während dieser Zeit 6’400’000 kWh elektrische Energie.
1990 Beginn der Erneuerungs- und Umbauarbeiten am Kraftwerk
1990 Beginn der Bauarbeiten am neuen Ausgleichsreservoir bei der bestehenden Sammelbrunnstube auf der Alp Blattenheid.
1990 Neue Druckleitung über provisorischen Anschluss bei der Sammelbrunnstube in Betrieb genommen. Am gleichen Tag  wird die grössere Maschinengruppe wird definitiv abgeschaltet. Die Gruppe produzierte total 125’000’000 kWh elektrische Energie während 581’350 Betriebsstunden. Die beiden Maschinengruppen verarbeiteten zusammen total ca. 131’310’000 m3 Trinkwasser.
1990 (3./4. November) Füllen des neuen Ausgleichsreservoirs mit 700 m3 Inhalt und der Druckleitung ab dem neuen Reservoir.
1990 ( 27. November) Neue Kraftwerk-Anlage erstmals an das Netz geschaltet und Beginn des 14 tägigen Probelaufs.
1990 (20. Dezember) Abnahme der KW-Steuerung und Ende des erfolgreichen Probelaufs. 

1989/90 Zeitungsberichte

1996 Beim Generator Luftkühler (Bartholdi) montiert und in Betrieb genommen.
1997 18. September Expansions – Rohr in Druckleitung im Stollen eingebaut vom Ing. Büro „Colenco“ in Baden berechnet und durch Fa. Löwi Wimmis montiert. Am gleichen Tag nach der Wiederinbetriebnahme der Druckleitung Þ  – Rohrbruch unterhalb des Expansionsrohres (Rohrbogen beim Stollenausgang krepiert, Produktionsausfall bis 30. Oktober 1997).
1998 Die analoge Signalübertragung zwischen Kraftwerk und Ausgleichsbecken durch eine Rittmeyer Fernwirkanlage ersetzt.
1998 Zugkraftmess-Anlage „PIAB, Schweden“ auf der Druckleitung im Stollen installiert.
2007 Die Steuerung des Kraftwerks wurde erneuert.
2016 Revision des Generators und Einbau eines neuen Laufrades mit leicht verbessertem Wirkungsgrad.

Pumpwerke
Frühjahr 1953 in Betriebnahme des Pumpwerkes „Selve“ in Uetendorf. Gemeinschaftswerk mit den Metallwerken Selve in Uetendorf mit der Möglichkeit sich gegenseitig bei Bedarf und im Störungsfall Wasser abzugeben. Für Blattenheid wurde 1 Unterwasser – Pleugerpumpe mit einer Förderkapazität von 1’000 Liter /Min. bei 12 bar installiert. Die Pumpe diente hauptsächlich zur Speisung des Reservoirs Thierachern, konnte aber auch Wasser direkt zum Reservoir Seftigen und Herbligen fördern.
1960 wurde das Pumpwerk Kiesen als Gemeinschaftswerk mit der Mosterei Kiesen, mit 2 Unterwasserpumpen von je 600 Litern/Min. Förderleistung, in Betrieb genommen. Je 1 Pumpe war Eigentum von Blattenheid und der Mosterei Kiesen. Die Ausserbetriebnahme erfolgte 2014 bei der Inbetriebnahme des STPW Brenzikofen.
1979 Das neue Grundwasserpumpwerk auf der Uetendorf-Allmend wird mit 2 Unterwasserpumpen von je 1’200 Liter/Min. Förderleistung in Betrieb genommen.
Der Wasserlieferungsvertrag mit der Selve wird aufgelöst und das Pumpwerk  „Selve“ wird aufgegeben.
1997 Installation der 3. Pumpe im PW Uetendorf.
2007/2008 Erstellung des Grundwasserpumpwerks Oberstocken mit 2 Pumpen zu 1200 l/min (Betrieb der Pumpen nur einzeln möglich)

 

2014 Erstellung STPW Brenzikofen und Umbau des GWPW Uetendorf in ein Stufenpumpwerk. Die neuen Stufenpumpwerke beziehen das Wasser von der Waret AG. Die WGB ist Aktionär bei der Waret AG, vorwiegend wird Grundwasser vom Brunnen im Amerikaegge bezogen. Es können bis zu 1700 l/min gefördert werden, (Einzelbetrieb, eine Pumpe als Reserve).
2017/8 Erstellung des STPW Oberdiessbach für die Sicherstellung der Versorgung in Oberdiessbach auch bei geringen Quellertrag. Es können bis zu 600 l/min gefördert werden, (Einzelbetrieb, eine Pumpe als Reserve).

Grössere Erweiterungen am Leitungsnetz
1937 Im Juli konnte die 2876 m lange Entlastungsleitung (Transportleitung) Hurschgasse Thierachern – Aegerten Uetendorf (Aegertenschacht) in Betrieb genommen werden.
1941 Zusammenschluss der  Netze Blattenheid und Thun beim Zollhaus
1946 Erstellung der Verbindungsleitung Hambühl – Uebeschi
1946 Verbindungsleitung Uebeschi – Thierachern
1953-1955 Erstellung von Wassermess-Schächten auf den Gemeindegrenzen, sodass ab dem 1. Januar -1956 den Gemeinden der Wasserbezug auf Grund der Wassermesser (total 28 Wasseruhren) verrechnet werden konnte.
1959/60 Anschluss Niederstocken an das Reservoir Oberstocken
1964 Zur Verbesserung der Druckverhältnisse im Gebiet Geist Gurzelen wurde in Forst eine Pumpe und im Geist ein Druckbehälter installiert. Im gleichen Jahr wurde die Ringleitung Höfen – Amsoldingen erstellt.
1968 Einbau eines Schieber- und Messschachtes auf dem Oppligenbergli (Gemeindegrenze Oppligen / Brenzikofen)
1970 Sehr trockenes Wetter, Quellerguss nur noch 1’350 l/min, Pumpversuch im Pohlernmoos ergibt ca. 300 l/min, Wasserqualität jedoch nicht befriedigend.
1971 Sondierbohrungen, für zusätzliches Trinkwasser, auf der Pohlern-Allmend und bei der Gürbe in Blumenstein waren erfolglos.
1972 Unterquerung der neuen Autobahn N6 bei Kiesen. Im gleichen Jahr Bau der Transportleitung vom Pumpwerk Uetendorf-Allmend zum Mess- und Schieberschacht Zollhaus.
1974 Bau der Transportleitung vom Zollhaus bis Wenigschmitte (Hubel). Im gleichen Jahr neue Transportleitung Dorf Blumenstein bis Lochmannsbühl (im Zuge des Strassenbaus) erstellt.
1979 Verbindungsleitung Uetendorf – Uttigen via Munitions – Depot
1980 Verbindungsleitung Reckenbühl (Blumenstein) – Längenbühl – Forst, dadurch konnte die Pumpe und der Druckbehälter in Forst (Geist) stillgelegt werden.
1980 Neue Transportleitung Stücki – Dorf Blumenstein (mit dem Ausbau der Kirchstrasse).
1980 Neue Leitung Reservoir Herbligen – AVM Brenzikofen und ins Gebiet Bälliz
1982 Teure Sondierbohrungen oberhalb der Sammelbrunnstube Blattenheid erfolglos!
1985 Montage einer Einlaufklappe im Aegertenschacht und einer Regulierklappe im Reservoir Herbligen, sowie eines Druckreglers im Schacht Hurschgasse.
1986 Bau der neuen Transportleitung vom neuen Reservoir Blumenstein bis ins Stücki Blumenstein. Ausbau der Verbindungsleitung Blumenstein – Pohlern von NW 80 auf NW 125.
1988/89 Verbindungsleitung Reservoir Thierachern – Sandacher
1999 Ersetzen der Transportleitung zwischen dem Reservoir Thierachern und dem Mess- und Schieberschacht „Hubel“ (B 7/8).
2000 / 2003 Im Zusammenhang mit dem neuen Messkonzept (Fernmessung) 39 Mess-/Schieberschächte sanieren und zum Teil durch Neue ersetzen.
2004 / 2005 Sanieren und Neufassen der Quelle 4 auf der Blattenheidalp mit neuem begehbaren Stollen und neuem Vereinigungsbauwerk für die verschiedenen Wasserzuläufe.
2007 Erneuerung der Hauptleitung DN250 vom Autobahnzubringer nach Uttigen
2010 Erneuerung der Wasserleitung im Bereich Oberstocken Wolfbuche und neue Abgangsleitung vom Res. Oberstocken zur Kreuzgasse Oberstocken
2014 Verbindungsleitung Heimberg – Brenzikofen
2017/8 Verbindungsleitung Herbligen – Oberdiessbach

Wasserdesinfektions-Anlagen (Entkeimung)
1973 Chlorgasanlage im Kraftwerk zur Entkeimung des Blattenheidwassers installiert.
1981 Chlorgasanlage im Reservoir Oberstocken zur Entkeimung des Wassers aus den Baachalp-Quellen.
1986 Neue automatische Chlorgasanlage im neuen Reservoir Blumenstein in Betrieb genommen. Die alte Anlage defand sich im Kraftwerk.
1998 Entkeimungsanlage im Kraftwerk installiert für die Wasserbezüger ab Druckleitung (UV-Anlage WEDECO Type A5)
1999 Inbetriebnahme von zwei neuen UV – Anlagen, Wedeco Type B300 im Reservoir Blumenstein, als Ersatz der Chlorgasanlage welche die neuen Sicherheitsvorschriften nicht mehr erfüllte.
2000 Inbetriebsetzung der UV – Anlage Wedeco Type B80 im Reservoir Oberstocken (bis Verwurf möglich ist zusätzlich zur bestehenden Chlorgasanlage).
2002 Demontage der Wedeco UV – Anlage A5 im Kraftwerk Blumenstein. Die Wasserbezüger ab der Druckleitung im Kraftwerk werden neu über eine Druckerhöhungs-Anlage ab dem Reservoir Blumenstein mit Trinkwasser versorgt.
2012 Erneuerung UV – Anlage Res. Oberstocken (Wedeco-Kathadyn)
2018 Erneuerung UV – Anlage Res. Blumenstein (Wedeco-Kathadyn)

Betriebswarte und Datenübertragungswege
(Zentrale Überwachungs- Signalisierungs- Regelungs- und Fernsteuerungsanlage).
1986 Inbetriebnahme der neuen Betriebswarte mit der Rittmeyer Fernsteuerungs- und Signalanlage, System „Ridat“ mit Blindschaltbild, Steuerpult und Alarmplatine. Die Daten- Signal- und Befehlsübertragungen zwischen den Reservoiren, Pumpwerken, Aegertenschacht und der Betriebswarte erfolgen über:
3 PTT- Mietleitungen je 1 zum Reservoire Oberstocken, Uebeschi und Thierachern.
4 PTT- Amtsleitungen je 1 zum Reservoir Herbligen und Seftigen sowie zum Aegertenschacht und Pumpwerk Kiesen (Telefonanwahl-System, TAW).
Eigene Signalkabelleitung zwischen dem Pumwerk Utendorf und dem Reservoir Thierachern. 
1998 / 99  Wurden die 3 PTT-Mietleitungen durch eigene, ca. 7’160 m neu verlegte Signalkabelleitungen ersetzt (ca. 2’440 m 5x4x0.8 und ca. 4’720 m 3x4x0.8).
2000 bis 2004 Umsetzung des „Mess- und Steuerungskonzept 2000“. Erstellen der noch erforderlichen Signalkabelverbindungen zu den Messschächten, Pumpwerken und Reservoiren (total ca 31’000 m). Ersetzen der aus dem Jahr 1986 stammenden Fernsteuerungs- und Signalanlage „Ridat“ durch eine neue Prozessorgesteuerte Fernwirkanlage „RITOP“ der Fa. Rittmeyer. Kostenumfang Fr. 4’800’000.– 

Personal

Präsidenten: Ernst Rothacher, Schmiedemeister / Blumenstein, 1985 – 1997
Ernst Wenger, Schreiner / Fabrikant / Uebeschi, 1998 – 2003
Peter Wenger, Techm. Kaufmann / Längenbühl, ab 2004
 
Sekretär: Jürg Hauert, Gemeindeschreiber / Uttigen, ab  1980
 
Kassiere: Franz Meister, Angestellter / Kiesen, 1959 – 1990
Anton Brand, Gemeindekassier / Uetendorf, 1990 – 2017
Markus Juzeler,  ab 2017
 
Techn. Berater:
Walter Häusler, Elektroingenieur HTL / Spiez, 1974 – 2004
Fritz Hofmann, Bauingenieur HTL / Thun, 1982 – 1998
 
Leiter el. Anlagen:
Volker Dölitzsch, Elektroingenieur HTL / Steffisburg,  2003 – 2017
Hans Schmid, Diagnostiker, Längenbühl,  ab 2018
 
Leiter Wassernetz:
André Zimmermann, Brunnenmeister SBV, ab 2019
 
Betriebsleiter:
Dieter Börlin, Bauingenieur HTL / Wattenwil, 1999 – 2017
Volker Dölitzsch, Elektroingenieur HTL / Steffisburg, ab 2018